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Bu Haoxiao de xiaohua - Ein chinesischer “Witz”

Die Übersetzung von Humor stellt eine der größten Herausforderungen beim interkulturellen Ideentransfer da. Das gilt paradoxerweise gerade für moderne oder populärkulturelle Texte, da man hier für eine Leser-Zielgruppe übersetzt, die kaum Vorwissen über den Ursprungskontext hat - wer nämlich einen hochkulturellen Roman besipielsweise aus der Tang-Dynastie liest, bringt entweder bereits vorhandenes Landesverständnis oder zumindest die Bereitschaft mit, aufgrund der Fremdheit der Ursprungssprache einen Großteil der Anspielungen, Metaphern und Referenzen einfach nicht zu verstehen.

Wer also Humor übersetzt, gerade wenn er anstössig ist, läuft leicht Gefahr, plump und pubertär zu wirken. Was in diesem Fall allerdings nicht unbeabsichtigt ist, da es sich beim heutigen Beispiel um die chinesische Parallele zu den Fritzchen-Witzen handelt, also geradezu einer Art Serie von vulgären, auf Schulhöfen sehr populären Kalauern mit der selben Figur, die hier alle von “Xiaobaitu”, der kleinen weissen Häsin handeln.

“Eines Tages fand die kleine weisse Häsin den Weg nach Hause nicht mehr.
Sie kam zu einer Weggabelung, wo ein schwarzer Hase stand. Nach dem Weg gefragt, antwortete er: “Willst du’s wirklich wissen? Ich glaube, dass dich die Antwort sehr befriedigen wird”
DANACH ging die Häsin weiter. Natürlich verlief sich die jetzt müde Häsin wieder.
Bei der nächsten Weggabelung traf sie auf einen grauen Hasen. Das Gespräch verlief ähnlich.
SCHLIESSLICH kam sie dann nach Hause.
Nach einem Monat bekam sie einen Wurf Häschen. Weisst du, welche Farbe sie hatten?

Ich glaube, dass dich die Antwort sehr befriedigen wird.”

… Diese Übersetzung ist ein übrigends ein Nebenergebnis einer produktiven, vielseitigen Sprachpartnerschaft ;-) …

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